- G S K A -

German Shinkyokushin Karate

Association

 

     

      

  

 

 

 
 

 
 

 
 

 
 

      

  

 

Samurai Spirit / OSU no Seishin

 

Der,

der jeden Tag den Geist des "Osu" zu leben weiß,

hält seinen Kopf gebeugt,
seine Augen aber richtet er nach oben.
Zurückhaltend wird er sprechen,
ein gutes Herz haben
und unermüdlich sein in der Ausübung seines Trainings.

 

Osu bedeutet Geduld, Respekt und Wertschätzung. Wenn man es sich zum Ziel setzt, einen starken Körper und einen ebenso festen Geist zu entwickeln, dann ist es notwendig, sich hartem und konsequentem Training zu unterziehen.

Dies ist eine große Herausforderung, denn du mußt dich selbst an den Punkt bringen, von dem du glaubst, dass er die Grenze deiner Leistungsfähigkeit darstellt, an den Punkt, an dem du aufhören möchtest, an dem du aufgeben willst. Wenn du dann diesen Punkt erreichst, siehst du dich deinen schwierigsten Gegnern gegenüber: du selbst und deine eigene Schwäche.

Und es ist wichtig, dass du diesen Punkt überwindest, über dich hinaus wächst, um schließlich aus dieser Begegnung jedes mal aufs Neue als Sieger hervorzugehen. Um dies schaffen zu können, musst du lernen, alles was dich auf diesem Weg erwartet zu erdulden. Das ist die passive Seite des OSU.

Und du musst andererseits lernen, die Bereitschaft in dir zu entwickeln, dich voll einzubringen und alles zu geben, was dir möglich ist. Das ist die aktive Seite des OSU.

Beide Elemente, das passive und das aktive fügen sich in dem Wort OSU zu einer Einheit zusammen.

 

Der Grund, warum du dich dem harten Training hin gibst ist, weil du dir selbst wichtig bist. Und sich selbst wichtig zu sein bedeutet, sich selbst gegenüber Verantwortung und Respekt zu empfinden.

Diese Form der Selbstachtung entwickelt sich und weitet sich aus, hin zum Respekt gegenüber deinem Lehrer und gegenüber den anderen Schülern. Wann immer du das Dojo betrittst verbeugst du dich und sagst OSU. Damit drückst du aus, dass du dein Dojo und die Zeit, die du darin verbringst respektierst und bewusst verbringst. Dieses bewusste Empfinden von Respekt ist OSU.

Wenn du das Dojo nach dem Training verlässt, verbeugst du dich erneut und sagst OSU. Dies tust du aus Wertschätzung für deinen Lehrer und die anderen Mittrainierenden. Ach dieses Gefühl von Wertschätzung ist OSU.

Um uns immer an diese Bedeutungen zu erinnern, verwenden wir dieses Wort so oft. Um uns an dies unumstößlichen Werte zu erinnern.

 

 

Wenn sich der Schmerz verdoppelt,

ist es oftmals das Ego, das davor zurückschreckt,

nicht der Körper - denn die Widerstandskraft des Körpers ist wahrhaft erstaunlich.

Sehr zahlreich sind die Geschichten vom Ertragen übermenschlicher Strapazen

in Zeiten selbstloser Notwendigkeit.

Wenn man es zuläßt, daß sich das Ego verletzt fühlt,

wir der Körper an Kraft verlieren und aufgeben.

Überwinde zunächst die Schwäche im eigenen Herzen und erfahre dann,

wie sehr dein äußerer Gegner dir unwichtig erscheinen wird

 


"Ishi no ue ni san nen"


so lautet ein japanisches Sprichwort und es will sagen: "drei Jahre auf einem Felsen".
Es weist auf die Notwendigkeit, zu allen Zeiten ausdauernd zu sein - eines der wichtigsten philoso­phischen Anliegen des Kyokushin-Karate.
Und es war Sosai Mas. Oyama, der sagte, für einen Karate-ka müsse es eigentlich heißen: "Sekijo ju nen"- zehn Jahre auf einem Felsen. Denn wo der durchschnittliche Mensch drei Jahre Ausdauer zeigt, da hat der Karate-ka es mühelos auf zehn Jahre zu bringen.

Shinkyokushin ist eine Kunst, die vieles zu den Zeilen des Lernenden beizutragen hätte- zu den kurz- wie zu den längerfristigen Zeilen. Tritte, Stöße und Kata zu transzendieren bedeutet, den besonde­ren Geist zu spüren, der einen Ausführenden umgibt. Und genau hier kann man lernen, wie die An­forderungen des Alltags mit Reife und Ausdauer zu bewältigen sind. Bleibt dem Budo-ka nur be­wußt, daß sein wahres Potenzial in der ewigen Wahrheit der Ausdauer ruht, vermögen gegnerische Stöße ihn kaum jemals aus dem Gelichgewicht zu bringen. Ein erster Hinweis, wie ein Lernender diesen Geist kultiviert, mag allein schon damit gegeben sein: Die Haltung des "Was soll's"? weiß er durch die Haltung zu ersetzen, kleinste Herausforderungen bereitwillig anzunehmen. Noch ein Lie­gestütz mehr, einmal noch in die Hocke gehen- bevor ich aufgebe. Aus diesen bescheidenen, aber äußerst wichtigen Anfängen wächst allmählich der Wunsch, mehr und mehr Herausforderungen an­zunehmen. Und schließlich wird gelernt, das Training des Karate selbst als eine ernsthafte Heraus­forderung zu begreifen und so vieles über das Leben zu lernen. Man meistert die Kata und erahnt ihren Geist. Man lernt in der Kumite, von Angesicht zu Angesicht, daß Stöße und blaue Flecke ge­ringer wiegen, als die Annahme der Herausforderung an das Selbst.

Kumite hat in vielen Kampfsportarten kaum ein Äquivalent in der Realität, oder existiert nicht ein­mal. Daher ist sie auch die entscheidende Herausforderung, sich mit seinen eigenen Mängeln zu konfrontieren und sie zu bekämpfen, die sch oft nicht so leicht ergibt.

Die Kumite, sie ist essentiell für das Training eines Karteka. Wie kann man selbstbewußt reagieren, ohne es jemals geübt zu haben ? Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, denen Beachtung ge­schenkt werden muß, als daß die Reaktion dem Zufall überlassen werden könnte. Wie kann man die erstaunliche Unverwüstlichkeit des menschlichen Körpers wertschätzen, ohne je Erfahrungen ge­sammelt zu haben? Es kann eine sehr lehrreiche Einsicht sein, wenn man seinem Gegner den ver­meintlich letzten Schlag versetzt und dieser noch immer lächelnd vor einem steht. Wie kann man wirklich erwarten, eine ernsthafte Auseinandersetzung erfolgrecih und mit Reife zu überstehen, ohne sich jemals in der Kumite bewährt zu haben? Die schärfste Klinge wird mit dem heißesten Feuer geschmiedet.

Diese Charakterstärke wird allein durch hartes und ausdauerndes Training erworben und ist bekannt unter dem Namen "OSU NO SEISHIN". "OSU" als Wort hat seinen Ursprung im Begriff des "OSHI SHINOBU" und der meint: "durchhalten, während man bedrängt wird". Das schließt den un­bedingten Willen ein, sich selbst bis an die Grenzen des Erträglichen zu fordern, und derart zu lernen, jeder Art von Druck zu widerstehen. In seiner weiteren Bedeutung gestaltet sich das Wort mehrdeutiger- es beinhaltet einen Anruf an die Seele: halte Stand und lerne kämpfend, die Schwächen der menschlichen Natur, die jedem bekannt sind zu überwinden.

 

Vom Geiste des Osu

Der Geist des "OSU" kennt keinen Platz für Geltungsbedürfnis und Selbstsucht.


Sehr genau vermag das Wort "Osu" das Höchste zu umschreiben, das die Kunst des Karate- und Kyokushin im besonderen- zu bieten hat. Als weise und mutig darf gelten, wer wirklich in der Lage ist, den Geist des Osu mit jedem Wort, jedem Gedanken und jeder Tat offenbar werden zu lassen. Auch das Training sollte zuerst und zuvorderst ganz im Geist des Osu ausgeübt werden. Der Alltag schließlich, mit all seinen Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten- im Geiste des "Osu" könnte er bewußter und damit erfüllter gelebt werden. Im Grunde des Herzens bestünden dann keine Zwei­fel, keine Ängste und keine Sorgen
Die japanische Haltung ist die der Ausdauer. Wo es Menchen des Westens so leicht erscheint, ein­fach aufzuhören, wenn es schwierig wird, weiß ein Japaner traditionell nur, daß er ausdauernd standhalten muß. Ebenso: wenn einer im Training Schmerz empfindet, sollte dies nicht das Signal zum Aufhören sein, sondern es sollte als Gelegenheit angesehen werden werden, durch Beharrlich­keit zu reifen.
Selbst für den Anfänger, der sich seiner eingeschränkten Fähigkeiten bewußt ist und der nun vor den Anforderungen des Trainings zurückschrecken wird, reicht es aus zu wissen, daß er durch Be­harrlichkeit und den Willen sein Ziel weiter zu verfolgen, enorme körperliche, geistige und emo­tionlae Gewinne erzielen wird. Alles was er braucht ist diese besondere Entschlossenheit. Einer der sich nicht müht und zum Aufgeben neigt, darf auf lange Sicht nicht auf Verständnis hoffen. Der Unterrichtende erkennt den, der sich bemüht und den, der es nicht tut. So wie es auf der einen Seite selbst dem Naturtalent ohne jede Anstrengung unmöglich bleibt, über ein Mindestmaß hinauszu­wachsen, so vermag der weniger Begabte andererseits allein durch Entschlossenheit und Ausdauer im Training deutlich fortzuschreiten. Allein über die Entschlossenheit und den Willen zu kämpfen, wird das Herz empfänglich für "Osu und der dich Unterrichtende wird sein Bestes geben, diech zu unterstützen.

 

Elf Mottos


1.  The Martial Arts way begins and ends with courtesy. Therefore be properly and genuinely courteous at

     all times.

2.  Following the Martial Arts way is like scaling a cliff - continue upwards without rest. It demands

     absolute and unfaltering devotion to the task at hand.

3.  Strive to sieze the initiative in all things, all the time guarding against actions stemming from selfish

     animosity or thoughtlessness.

4.   Even for the Martial Arts practitioner, the place of money cannot be ignored. Yet one should be 

      careful never to become attached to it.

5.   The Martial Arts way is centred on posture. Strive to maintain correct posture at all times.

6.   The Martial Arts way begins with one thousand days and is mastered after ten thousand days of

      training.

7.   In the Martial Arts, introspection begets wisdom. Always see contemplation on your actions as an

      opportunity to improve.

8.   The nature and purpose of Martial Arts is universal. All selfish desires should be roasted in the

      tempering fires of hard training.

9.   The Martial Arts begin with a point and end in a circle. Straight lines stem from this principal.

10. The true essence of the Martial Way can only be realised through experience. Knowing this, learn

      never to fear its demand.

11. Always remember; In the Martial Arts, the rewards of a confident and grateful heart are truly

     abundant.